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Einfachere Traktorkonfiguration mit Valtra Optionen

Viele Ausstattungsmerkmale von Valtra Traktoren tragen eigene Namen. Diese Namen erleichtern die Beschreibung der technischen Daten – vorausgesetzt, man weiß, was die jeweilige Ausstattung bedeutet!

Die Valtra N-Serie, unsere erfolgreichste Baureihe, bietet viele solcher Ausstattungsmerkmale. In diesem Blogbeitrag gehen wir näher darauf ein: Woher die Namen stammen und welche Technologien dahinterstecken. Einige Optionen sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil unseres Sortiments und nach wie vor bewährt, während andere neueren Datums sind oder heute hauptsächlich auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sind.

Wenn der Motor das Herz eines Traktors ist, dann ist das Getriebe seine Seele. Es bestimmt letztendlich, was Sie mit Ihrer Maschine erreichen können.

Valtra N-Serie der 4. Generation mit Frontlader und Ballenzange auf einer Wiese mit Kühen

Valtra Ausstattungsvarianten

HiTech ist einer der traditionsreichsten Namen in unserer Produktfamilie. Er wurde 1998 eingeführt, als Valtra die Wendeschaltung auf den Markt brachte. Obwohl „Hightech“ in vielen Branchen ein gängiger Begriff ist, stammte der Name von Jean-Pierre Audinos, dem französischen Vertriebsleiter – und es wurde keine bessere Alternative gefunden.

HiTech war das erste System in der Traktorenbranche, das die Feststellbremse in denselben Hebel integrierte, der den Wendeschalthebel steuert. Die Modulationstechnik war damals hochmodern und rechtfertigte den Namen vollauf.

Vor HiTech verwendeten Traktoren eine mechanische Wendeschaltung ohne spezielle Bezeichnung. Als diese mechanische Version in der N- und T-Serie wieder eingeführt wurde, erhielten die Modelle den Namen Classic, in Anlehnung an eine in der Automobilindustrie übliche Namensgebung. Classic wurde kein großer Verkaufserfolg, ermöglichte uns aber die Wiedereinführung einer älteren Valtra Funktion: HiShift, ein mechanisches Betätigungssystem für die Trockenkupplung. Die Geschichte von Valmet/Valtra ist reich an „Hi-“-Funktionen – wie Sie weiter unten lesen werden.

Advance war der Name für das erste Getriebe der N- und T-Serie mit lastabhängiger Hydraulik. Dieses fortschrittliche Produkt wurde von 2005 bis 2010 produziert.

Versu und Direct gingen 2007 mit der Einführung unserer neuen Getriebe im Herbst desselben Jahres in Produktion. Der enorme Entwicklungsaufwand für diese Systeme rechtfertigte völlig neue Namen.

Versu wurde von Hannu Niskanen entwickelt. Der Name leitet sich vom lateinischen Verb „versare“ ab, der Wurzel des englischen Wortes „versatile“ (vielseitig). (Interessanterweise stieß Case IH später auf dieselbe Wurzel, als sie ihre Vestrum-Serie „Versum“ nennen wollten.)

Direct wurde vom Autor dieses Blogs benannt. Der Name vermittelt das Wesen eines CVT-Getriebes: die Fähigkeit, die exakt gewünschte Geschwindigkeit direkt und sanft zu erreichen.

Valtra Traktor in der Kabine mit Premium-Kabineninterieur

Die HiTrol-Turbinenkupplung erfreute sich bis 2020 großer Beliebtheit, als die G-Serie die N-Serie im unteren Leistungsbereich ablöste. Die sanften Starts der HiTrol-Kupplung wurden insbesondere in den nordischen Ländern geschätzt und fanden in Deutschland breite Anerkennung. Große Märkte wie Frankreich und Spanien haben diese Funktion nie vollständig übernommen – möglicherweise zu ihrem eigenen Nachteil!

„Auto“-Optionen von Valtra

AutoTraction wurde vor über 25 Jahren mit dem ersten Update des HiTech-Getriebes der 6000er-Serie eingeführt. Frühere Versionen trennten die Kupplung, wenn die Motordrehzahl unter 1.100 U/min fiel oder beim Bremsen unter 10 km/h. Heute trennt diese Standardfunktion die Kupplung intelligent beim Bremsen – ein Ansatz, den viele Wettbewerber mittlerweile übernommen haben.

Automatische Funktionen bilden die Grundlage zahlreicher Valtra Funktionen. Eine der ersten „Auto“-Funktionen war AutoControl, Valtras Bezeichnung für Electronic Linkage Control (ELC), die vor fast 40 Jahren zusammen mit HiTrol eingeführt wurde. Da ELC heute bei den meisten Traktormarken Standard ist, wird der Name nicht mehr so ​​häufig hervorgehoben – obwohl er in manchen Dokumentationen noch vorkommt.

AutoComfort ist eine neuere „Auto“-Innovation und wurde auf der Agritechnica 2007 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Diese optionale, semiaktive, luftgefederte Kabinenfederung reduziert seitdem die Ermüdung des Fahrers bei Traktoren der N-Serie. Da das System ohne Benutzereingriff arbeitet, spiegelt der Name seine automatische Funktionsweise wider.

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Ein weiteres charakteristisches Merkmal von Valtra ist Aires, die branchenweit einzige luftgefederte Vorderachse. Mitte der 1990er-Jahre war die Vorderachsfederung ein wichtiger Trend. Valtra testete sowohl hydraulische als auch pneumatische Systeme. Da beide für die Kunden etwa gleich viel kosteten und pneumatische Systeme besonders für Anhänger mit Druckluftbremsen vorteilhaft waren, lag die Entscheidung auf der Hand. Auch der deutsche Markt war damals von großer Bedeutung, und deutsche Kunden schätzten fortschrittliche Technologie sehr. In Kombination mit exzellenten Kaltwettereigenschaften erwies sich die Luftfederung als naheliegende Wahl und gab dem Fahrzeug den Namen Aires.

Valtra Technologien zur Verbesserung der Kraftstoffeffizienz

Wirtschaftlichkeit ist unseren Kunden wichtig, weshalb sich die EcoPower-Modelle so großer Beliebtheit erfreuen. Das Konzept – mit zwei unterschiedlichen Motorkennlinien – wurde Anfang der 1990er-Jahre entwickelt und schnell in die Serienproduktion eingeführt. Der elektronisch gesteuerte N155e repräsentiert die neueste Generation und liefert ein hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen, was den Kraftstoffverbrauch senkt und den Geräuschpegel reduziert.

Ein weiteres „Eco-“-Merkmal ist Ecospeed, eine Getriebevariante, die eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h bei sehr niedrigen Motordrehzahlen ermöglicht und so für zusätzliche Kraftstoffersparnis und mehr Komfort sorgt.

Besuchen Sie unsere Produktseiten oder unseren Konfigurator und entdecken Sie, wie Sie einen Valtra Traktor optimal an Ihre Bedürfnisse anpassen können.